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21.11.2017

Rainer Heißmann, legendärer Optionen-Investor, Chefanalyst und Erfolgs-Autor, hat sein geballtes Wissen in ein Buch gepackt:

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Aktuelle Artikel
  • 16.11.2017 11:12

    DAX unter 13.000 Punkte! - Na und!?

    Wie Sie vermutlich wissen, lag das Tief des DAX gestern bei 12.847 Punkten, also ein gutes Stück unterhalb des glatten Tausenders von 13.000 Punkten.

    Und mit den 12.847 Punkten notierte der DAX immerhin 678 Punkte, entsprechend 5% unter seinem Allzeithoch von 13.525 Punkten.

    DAX unter 13.000 Punkten – Was sagt uns das?

    Ich meine: nichts! Es ist eine Korrektur, genauer genommen ist es sogar nur eine geringfügige Korrektur.

    Es ist eine Korrektur, wie Sie diese vielfach beobachten können und mit Sicherheit ungezählte Male erlebt haben.

    Denken Sir nur einmal an den Sommer dieses Jahres zurück! Da fiel der DAX von Ende Juni (12.951 Punkte) bis Anfang September (11.868 Punkte) um gut 8%.

    Zu dem Zeitpunkt (Anfang September 2017) habe ich Ihnen geschrieben:

    „Ich sehe den DAX im Laufe des kommenden Jahres bei 15.000 Punkten.“

    Was danach geschah, steht oben und das wissen Sie: Der DAX legte bis auf 13.525 Punkte zu. Nun macht er ein Päuschen – muss er ja.

    Denn so sammelt er Kraft, um im kommenden Jahr auf die von mir genannten 15.000 Punkte zu klettern.

    S&P 500 mit Mini-Korrektur

    Dass der DAX den US-Aktienindizes immer folgt, schreibe ich Ihnen regelmäßig an dieser Stelle, aber auch das wissen Sie. Schauen wir also einmal, was der S&P 500 so macht:

    Vor ein paar Tagen erreicht der US-Aktienindex S&P 500 mit 2.597 Punkten sein Allzeithoch. Das Tief lag gestern bei 2.557 Punkten.

    Das sind gerade einmal schlappe 1,5% Kursverlust. Bei „Verlust“ habe ich schon gezögert, jenes Wort an dieser Stelle überhaupt zu schreiben – denn es ist ein Nichts!

    Korrektur liefert Ihnen Kaufkurse

    An der Börse erleben Sie immer wieder Zeiten zum Kaufen und Zeiten zum Ernten.

    Die letzten Wochen waren im Optionen-Profi davon bestimmt, Gewinne einzusammeln. Richtige Gewinn-Serien haben wir realisiert.

    Bald ist Weihnachten

    Und nun ist wieder Zeit zum Kaufen. Heute haben Sie Schnäppchenpreise. Wir sammeln ein, Calls, günstig.

    Und genau das empfehle ich Ihnen auch! Denn bald ist Weihnachten. Und davor wollen wir die Bescherung, viele feine Gewinne. Dafür müssen wir heute kaufen.

    Zum guten Schluss:

    Am 16.11.1717, also heute vor exakt 300 Jahren, kam Jean-Baptiste le Rond d’Alembert, einer der bedeutendsten Mathematiker und Physiker des 18. Jh., zur Welt.

    Der Mathematiker sagte:

    „Die Phantasie arbeitet in einem schöpferischen Mathematiker nicht weniger als in einem erfinderischen Dichter.“

    Ich als Börsianer sage:

    Die Phantasie arbeitet in einem schöpferischen Börsianer nicht weniger als in einem erfinderischen Mathematiker und Dichter.

    Und jetzt mache ich eine kurze schöpferische Pause und wünsche Ihnen schon jetzt ein schöpferisches Wochenende!

    © Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet

  • 27.09.2017 09:39

    Die Basis für die Jahresendrally 2017

    Der DAX läuft zäh – auch das ist Börse. Und als Börsianerin und Börsianer müssen Sie das aushalten.

    Das Wort „müssen“ ist hier richtig, auch wenn ich Ihnen nicht zu sagen habe, was Sie tun müssen oder nicht.

    Wenn Sie sich jedoch auf die Börse einlassen, dann führt an solchen Marktlagen kein Weg vorbei; Sie „müssen“ sie aushalten.

    US-Aktienindizes auf Allzeithoch

    Die beiden US-Aktienindizes S&P 500 und Dow Jones notieren im Bereich ihrer jeweiligen Allzeithochs. Der US-Technologie-Index Nasdaq notiert knapp unter seinem Allzeithoch.

    Der DAX läuft zäh – aber Gewinne sind in Sicht

    Zäh ist es dagegen im DAX – nichts für ungeduldige Börsianer: Mit seinen 12.600 Punkten liegt er zwar nur gut 3% unter 13.000 Punkten – und das wäre ein neues Allzeithoch.

    Gleichzeitig hat er aber „unterm Strich“ seit Mai nicht zugelegt und notiert unter den Kursen vom Juni dieses Jahres. Das ist nichts Schlimmes, aber es nervt.

    5 gute Nachrichten

    Wenn Sie 5 Jahre zurückblicken, sehen Sie 5 ähnliche Kurs-Entwicklungen im DAX und damit vergleichbare Situationen.

    In den letzten 5 Jahren, also in den Jahren 2012, 2013, 2014, 2015 und 2016, hat der DAX nach dem September immer zugelegt.

    Im Jahr 2014 lief er zwar erst noch deutlich abwärts, aber dann startete eine umso rasantere Rally.

    In diesen 5 Jahren mündete der zähe Markt in fulminante Rallys.

    Für die Leser des Optionen-Profi gab es parallel dazu viele 100%-Gewinne mit Call-Optionen auch auf deutsche bzw. europäische Aktienwerte.

    Rückblickend vergessen wir gerne, wie zäh der Markt oft war. Umso lieber erinnern wir uns an die traumhaften Rallys.

    Sicher erinnern auch Sie sich an die rund 50% Kursgewinn, die der DAX von Ende des Jahres 2014 bis Anfang des Jahres 2015 hatte.

    Aber wissen Sie noch, dass der DAX von 9.800 Punkten im September 2014 auf etwa 8.400 Punkte im Oktober des Jahres abgestürzt ist?

    2017: Der DAX startet durch

    Die genannten 5 Jahre und viele andere weisen oft zähe Seitwärts-Bewegungen auf. Aber danach hat der DAX immer zugelegt.

    Es ist ja auch gut, wenn v. a. die guten Ergebnisse in Erinnerung bleiben.

    Aber immer dann, wenn es vermeintlich nicht richtig vorangeht, so wie aktuell im DAX, lohnt der kritische Blick zurück.

    Die Basis für die Jahresendrally 2017

    Die Leitzinsen in den USA und Europa werden noch lange niedrig bleiben. Daran ändern auch die homöopathischen Zins-Erhöhungen in den USA nichts.

    Würden die Notenbanken die Zinsen spürbar erhöhen, würde das viele Staaten schnell in die Zahlungs-Unfähigkeit treiben. Also bleiben die Zinsen niedrig.

    Folglich gibt es zur Anlage in Aktien und Call-Optionen keine renditeträchtige Alternative.

    Zum guten Schluss: Heute vor 390 Jahren, also am 27.09.1627, kam der französische Bischof und Autor Jacques Bossuet zur Welt. Er sagte:

    „Gute Grundsätze, zum Extrem geführt, verderben alles.“

    Daraus leite ich ab: Gute Gewinne in extrem hohe Gewinne ausweiten zu wollen, führt oft zu Verlusten. Ich wünsche Ihnen gute Börsengewinne!

    © Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet

  • 20.09.2017 09:00

    Optionen: Was beim Dividenden-Abschlag passiert

    Stellen Sie sich einmal folgendes Szenario vor:

    • Sie kaufen am Tag vor dem Dividenden-Abschlag einer Aktie eine Put-Option auf diese Aktie.
    • Am Tag des Dividenden-Abschlags oder 1 Tag danach verkaufen Sie die Put-Option mit Gewinn, denn der Aktienkurs ist gefallen.

    Wäre das nicht schön!? – Zu schön, um wahr zu sein!

    Und eines gleich vorweg: Es funktioniert so leider nicht.

    Dividenden-Abschlag

    Typischerweise wird die Aktie einer Aktiengesellschaft am Tag nach der Hauptversammlung (HV) mit dem sogenannten Dividenden-Abschlag gehandelt.

    Die Kursdifferenz entspricht meist der Höhe der gezahlten Dividende.

    Dividenden-Abschlag muss nicht gleich Dividende sein

    Der Abschlag ergibt sich aus der Höhe der gezahlten Dividende.

    Nehmen Sie eine Aktie mit einem Kurs von 60 €.

    In der HV wird eine Dividende von 2 € verabschiedet. Diese Dividende erhält der Investor, der die Aktie am Tag der HV im Depot hat.

    Ein Käufer am Tag nach der HV wird dann nur 58 € für die Aktie zahlen. Er rechnet die Dividende herunter. Das macht den „Dividenden-Abschlag“.

    Die Kursdifferenz kann aber auch von der Höhe der gezahlten Dividende abweichen.

    Stellen Sie sich vor, auf der HV gibt es gute Neuigkeiten zum Unternehmen.

    Dann sind die Anleger am Tag nach der HV bereit, z. B. 60 € für die Aktie zu bezahlen, weil sie weitere Kursgewinne erwarten. Dann liegt der Abschlag unter der Dividende.

    Sie können sogar erleben, dass der Aktienkurs am Tag nach der HV, trotz gezahlter Dividende, über dem Kurs von vor der HV gehandelt wird.

    Typisch: Dividenden-Abschlag = Dividende

    Typisch ist jedoch, dass der Dividenden-Abschlag gleich der Dividende ist.

    Dies führt zu meiner eingangs angestellten Überlegung und der oft gestellten Frage, ob das funktioniert: am Tag vor dem Dividenden-Abschlag einer Aktie eine Put-Option kaufen.

    Am Tag mit dem Dividenden-Abschlag oder am Tag nach dem Dividenden-Abschlag wird die Put-Option mit Gewinn verkauft, weil die Aktie niedriger notiert.

    Dividenden-Abschlag ist im Kurs einer Option berücksichtigt

    Die Höhe der Dividende ist meist lange im Voraus bekannt. Bei der in der HV verabschiedeten Dividende kommt es meist zu keinen oder nur zu kleineren Abweichungen.

    Deshalb sind Dividenden in bekannter Höhe im Kurs der Optionen berücksichtigt.

    Diese Kursveränderungen der Aktie durch einen Dividenden-Abschlag sind in den Kursen der Optionen enthalten.

    D. h., ein Call wird durch den Dividenden-Abschlag nicht billiger, ein Put aber auch nicht teurer.

    Dividenden-Abschlag verändert Options-Preis nur bei Abweichungen

    Weicht eine Dividende jedoch deutlich von der geschätzten Dividende ab und ergibt sich deshalb ein deutlich höherer oder niedrigerer Dividenden-Abschlag, so wirkt sich das auf den Preis einer Option aus.

    Sonderdividende führt zur Anpassung einer Option

    Wenn eine Aktiengesellschaft eine Sonderdividende ausschüttet, fällt der Dividenden-Abschlag für die Aktie entsprechend höher aus.

    Hier wird der Optionen-Trader dem Aktionär gleichgestellt. Es gibt dann an den Terminbörsen eine entsprechende Anpassung der Optionen.

    Typischerweise werden bei einer Option dann der Basis-Preis und die Anzahl in einem Kontrakt enthaltener Optionen angepasst.

    Auf diese Weise sind Sie als Optionen-Trader nicht besser, aber auch nicht schlechter gestellt.

  • 30.08.2017 08:39

    DAX verliert 1.000 Punkte! – Na und...?

    Hey, da freut sich des Schreibers Herz!

    Zumindest gilt das für die Schreiberlinge, die aufgeregt über jede Zuckung des DAX berichten und diese als vermeintlich wichtig erklären, gibt es derzeit doch massenhaft Stoff zum Berichten:

    • Der DAX fällt unter 12.000 Punkte.
    • Der DAX verliert in kurzer Zeit rund 1.000 Punkte.
    • Der DAX notiert unter seinem Hoch vom Frühjahr 2015.

    Dann wird das Ganze noch garniert mit:

    • US-Präsident Trump
    • und Nord-Korea-Chef Kim Jong-un
    • und dem starken Euro
    • und dem schwachen Sommer
    • und dem Hurrikan in Texas
    • und mit statistischen Zahlen
    • und, und, und…

    Zack, da haben wir den aktuellen Börsenkommentar! – Und was ist wirklich passiert?

    Starker DAX

    Der DAX ist stabil. Er hat seit Anfang des Vorjahres bis heute rund 3.000 Punkte gewonnen.

    Die aktuellen Kursrücksetzer sind dabei berücksichtigt. Seit Anfang 2016 liegt er gut 30% vorne.

    Kurzfristige Zuckungen des DAX haben also keine Aussagekraft über die mittel- oder gar langfristige Richtung.

    Die ist unverändert aufwärts gerichtet; das sehen Sie im untenstehenden Chart des DAX.

    Analyse und Prognose per Wochenschlusskurs ist treffsicher

    Wenn Sie die folgende Erklärung zum Chart auf Basis seiner Wochenschlusskurse kennen, lesen Sie einfach beim Chart weiter.

    Wenn es für Sie neu ist: Ich nutze für meine Charts gerne die Wochenschlusskurse der Indizes oder Aktien.

    Diese Chart-Einstellung blendet das Auf und Ab innerhalb des Wochenverlaufs aus. Genau dadurch sind nachhaltige Kursbewegungen zu erkennen, die Trends gut bestimmen lassen.

    In dieser Chart-Einstellung analysiere ich den DAX 30, Dow Jones, S&P 500, und so weiter.

    DAX: Ein ganz normaler Rücksetzer

    DAX-Index_2017_08_30

    In Jahren 2008 bis Anfang 2016 hat der DAX 11x rund 1.000 Punkte verloren; mal schnell nacheinander, mal dauerte es eine Zeit.

    Diese 11 Rücksetzer habe ich grün gekennzeichnet. Oben rechts sehen Sie den aktuellen Rücksetzer auch in dieser Größenordnung (rot markiert).

    Trotzdem hat der DAX in dieser Zeit von rund 8.000 auf etwa 12.000 Punkte zugelegt – das sind +50%!

    Und ich sage heute schon:

    Wenn Sie sich den DAX in ein paar Wochen oder gar nächstes Jahr ansehen, werden Sie den aktuellen Rücksetzer nicht mehr zur Kenntnis nehmen – es sei denn, ich markiere ihn in einem neuen Chart.

    Das tue ich z. B. dann, wenn der DAX im Sommer 2018 von 15.000 auf 14.000 Punkte zurückfällt und alle wieder über den schwachen DAX lamentieren.

    Zum guten Schluss: Heute, am 30.08.2016, wird Warren Buffett, der schon zu Lebzeiten legendäre Investor, 87 Jahre alt. Er wurde am 30.08.1930 in Omaha / Nebraska / USA geboren.

    Sein Tipp: „Kaufe nie eine Aktie, wenn du nicht damit leben kannst, dass sich der Kurs halbiert.“

    Zu Optionen sage ich dasselbe: Kaufen Sie nie eine Option, wenn Sie nicht damit leben können, dass sich der Kurs halbiert.

    Beachten Sie dabei: So schnell sich der Kurs halbiert, so schnell kann er sich auch verdoppeln, verdreifachen, vervielfachen …

    Ich wünsche Ihnen Optionen, die sich im Kurs verdoppeln oder mehr …

    © Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet

  • 29.08.2017 09:11

    Erst kommt die Geduld, dann realisieren Sie Gewinne

    Mit 2.443 Punkten ist der breit gefasste US-Aktienindex S&P 500 ins vergangene Wochenende gegangen.

    Das liegt nur 1,3% unter seinem Allzeithoch auf Wochenschlusskurs-Basis, welches der S&P 500 am 04.08.2017 mit 2.476 Punkten erreicht hat.

    1,3% unter Allzeithoch spricht für sich: Die Märkte notieren auf einem hohen Niveau – genau genommen, muss es heißen: Die Märkte konsolidieren auf einem hohen Niveau.

    Denn am 02.06. und am 18.08.2017 hat der S&P 500 die Wochen mit fast demselben Kurs beendet – genau genommen, liegt der Schlusskurs vom 18.08. sogar um 13 Punkte unter dem vom 02.06.

    Andere Indizes, wie etwa der DAX, der Dow Jones oder die Nasdaq, zeigen eine vergleichbare Entwicklung, auch bei ihnen gilt: Sie konsolidieren auf einem hohen Niveau.

    Das heißt aber auch: Es geht seitwärts. Das sehen Sie im untenstehenden Chart der S&P 500 auf Wochenschlusskurs-Basis.

    Analyse und Prognose per Wochenschlusskurs ist treffsicher

    Wenn Sie die folgende Erklärung zum Chart auf Basis seiner Wochenschlusskurse kennen, lesen Sie einfach beim Chart weiter.

    Wenn es für Sie neu ist: Ich nutze für meine Charts gerne die Wochenschlusskurse der Indizes oder Aktien.

    Diese Chart-Einstellung blendet das Auf und Ab innerhalb des Wochenverlaufs aus. Genau dadurch sind nachhaltige Kursbewegungen zu erkennen, die Trends gut bestimmen lassen.

    In dieser Chart-Einstellung analysiere ich den DAX 30 Index, Dow Jones, S&P 500, und so weiter. Hier sehen Sie den aktuellen Chart des S&P 500:

    S&P 500: Es kann jeden Tag wieder losgehen

    S&P500-Index_2017_08_29

    Im Chart des S&P 500 auf Basis seiner Wochenschlusskurse sehen Sie das lange Seitwärts-Geschiebe von März – Mai und Juni – heute (Ende August) dieses Jahres (grün markiert).

    Letztlich läuft der S&P 500 seit März, also seit rund 6 Monaten, seitwärts.

    Keine Börse zum Abgewöhnen

    Das Seitwärts-Geschiebe ist wie eine Börse zum Abgewöhnen.

    Aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Das Seitwärts-Geschiebe erfordert zwar unsere Geduld, aber diese macht sich dann auch bezahlt.

    Die Börsen bestehen aus einem Auf und Ab sowie ausgeprägten Seitwärts-Phasen – das ist schlichtweg Alltag.

    Den habe ich schon oft erlebt – genau genommen, kenne ich die Märkte überhaupt nicht anders.

    Nur in der rückwirkenden Betrachtung sehen viele Phasen viel einfacher aus. So wird es bald auch für den jetzigen Zeitraum sein.

    Und dann zeigt sich erneut: Wer Geduld bewiesen hat, wird durch Gewinne belohnt.

    Zum guten Schluss frage ich:

    Bricht unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel das Grundgesetz?

    Denn: Der englische Philosoph John Locke, der auf den Tag genau vor 385 Jahren, also am 29.08.1632, zur Welt kam, meinte:

    „Wenn jemand die Macht beansprucht, Steuern aufzuerlegen oder zu erheben, ohne des Volkes Einwilligung, bricht er das Grundgesetz des Eigentums und stößt den Zweck der Regierung um.“

    1. Die Kanzlerin wurde demokratisch gewählt – also hat sie wohl des Volkes Einwilligung, Steuern aufzuerlegen. Sie bricht das Grundgesetz also nicht.
    1. Frau Merkel und die CDU bekamen bei der letzten Bundestagswahl 34,1% der Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 71,5% – also wurde sie von 24,38% der Wahlberechtigten gewählt. Wenn Sie die CSU- und SPD-Stimmen hinzuzählen, ergibt das auch nur 48% der Wahlberechtigten. Im Sinne der Aussage von Locke hat sie damit nicht des Volkes Einwilligung, Steuern aufzuerlegen. Sie bricht also das Grundgesetz.

    Fazit:

    Lassen Sie Philosophie Philosophie sein! An der Tatsache, dass Sie und ich Steuern zahlen müssen, ändert sich sowieso nichts.

    Freuen Sie sich trotzdem über einen sonnigen Wochenauftakt!

    © Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet

  • 24.08.2017 09:05

    Die zähe Börse wird in Kürze nach oben ausbrechen

    Das Ergebnis meine Kommentars vorweg: Der DAX wird weiter zulegen.

    Wenn Sie hier schon eine Zeitlang mitlesen, kennen Sie meine optimistische Haltung zur Börse.

    Hier zeige ich Ihnen anhand des V-DAX ein weiteres starkes Indiz, dass ich mit meiner Prognose richtig liege.

    Die Signale des V-DAX

    Dass es mit dem DAX aufwärts geht, lässt sich aus der Entwicklung des V-DAX ablesen.

    Denn: Wenn der V-DAX zulegt, fällt der DAX und umgekehrt. Derzeit fällt der V-DAX, also wird der DAX steigen. Eine Sicherheit dafür gibt es natürlich nicht, aber eine hohe Wahrscheinlichkeit.

    Der V-DAX

    Der V-DAX wird anhand gekaufter Call- und Put-Optionen an der Terminbörse Eurex berechnet.

    Je höher der Anteil gekaufter Call-Optionen ist, desto mehr erwarten die Anleger steigende Märkte.

    Auf der anderen Seite gehen sie bei einem hohen Anteil gekaufter Put-Optionen von fallenden Märkten aus. Entsprechend gibt das die Stimmung der Anleger (Optimismus, Angst) wieder.

    Der V-DAX wird deshalb auch gerne Angst- oder Stimmungs-Barometer genannt.

    Die gehandelten Call- und Put-Optionen werden zueinander ins Verhältnis gesetzt. Daraus berechnet die Terminbörse den V-DAX. Die Notierungen werden in einem Chart fortgeschrieben.

    Wie eingangs geschrieben: Die Bewegungen des V-DAX sind fast immer gegenläufig zu den Aktien-Indizes.

    Das heißt: Der V-DAX fällt, wenn die Anleger steigende Aktienkurse erwarten.

    Der V-DAX steigt, wenn die Anleger eine Abwärts-Bewegung bis hin zum Crash erwarten oder dieser eintritt. Sehen Sie hier den aktuellen Chart des V-DAX:

    V-DAX im „grünen Bereich“

    V-DAX-Index_2017_08_24

    In diesem Chart des V-DAX auf Basis seiner Wochenschlusskurse habe ich 3 Bereiche farblich gekennzeichnet. Es sind die Ampelfarben:

    • rot / lila = Stopp, Warnung
    • gelb = Achtung, Farbe wechselt
    • grün = freie Fahrt

    Im Jahr 2008 hatten wir die Finanzkrise und den daraus resultierenden Crash des DAX. Der V-DAX schoss bis in den lila Bereich nach oben.

    Ende des Jahres 2010 kehrte Ruhe an den Märkten ein. Der V-DAX war rückläufig.

    Der Mini-Crash des DAX im Jahr 2011 sorgte erneut für einen deutlichen Anstieg des V-DAX.

    Danach haben wir bis Anfang des Jahres 2015 die Super-Rally des DAX erlebt. Der V-DAX signalisierte mit „grün“ = freie Fahrt.

    V-DAX zeigt: Positive Stimmung

    In den Jahren 2015 und 2016 haben Sie eine volatile Börse erlebt; die hat den DAX letztlich abwärts geführt. Der V-DAX notierte entsprechend im gelben, kurz sogar mehrfach im lila Bereich.

    Ab Ende 2016 und im laufenden Jahr sehen Sie, dass der V-DAX wieder in dem grünen Bereich notiert. Die Anleger kaufen also mehr Calls als Puts. Sie erwarten Kursgewinne der Aktien.

    Die Stimmung ist positiv; der DAX notiert stabil oberhalb von 12.000 Punkten.

    V-DAX unterstreicht meine optimistische Prognose

    Ein niedriger V-DAX geht typischerweise mit einem steigenden DAX einher.

    Deshalb liefert der der V-DAX das eingangs angesprochene starke Indiz, dass es mit dem DAX bald weiter aufwärts geht.

    Wichtig: Am Ende eines Kommentars, der steigende Aktienkurse prognostiziert und Ihnen zum Kauf von Calls rät, mein Hinwies:

    Vergessen Sie nicht, Ihr Depot mit Put-Optionen abzusichern!

    Überraschungen und Trendwechsel sind beim V-DAX und DAX immer möglich. Niemand kann die Kurse voraussehen.

    Es gibt Wahrscheinlichkeiten (die treffe ich ganz passabel), aber keine Sicherheit der Prognose. Sie können (und sollten) aber Sicherheit im Depot herstellen:

    Sichern Sie Ihre gekauften Call-Optionen durch den Kauf von Put-Optionen ab!

    Zum guten Schluss: Am 24.08.1753, also heute vor 264 Jahren, kam die deutsche Dichterin und Schriftstellerin Karoline Rudolphi zur Welt.

    Eines ihrer Gedichte fängt mit diesen Worten an: „Sende nicht Worte mit fliegender Eile.“

    Nicht mit „fliegender Eile“, sondern mit Freude bei der Sache schreibe ich meinen täglichen Kommentar (und hoffe, Sie merken es). Ohne jede Eile sende ich Ihnen nette Grüße!

    © Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet

  • 21.08.2017 12:00

    DAX: Die Rally kann jeden Tag starten

    Nach wie vor sind Krisen und Kriege die beherrschenden Themen an den Märkten; da nenne ich vorrangig den Konflikt mit Nord-Korea.

    Natürlich sorgen auch die ständigen Rauswürfe wichtiger Mitarbeiter aus dem weißen Haus durch US-Präsident Trump für Unruhe.

    Trumps planloser Zickzack-Kurs ist ein weiterer Unsicherheits-Faktor.

    Märkte blenden gute Rahmenbedingungen aus

    Diese Ereignisse führen zwar nicht zu nennenswerten Kursverlusten der Aktien, sie verhindern jedoch den dynamischen Ausbruch nach oben. Den erwarte ich aber trotzdem in absehbarer Zeit.

    Denn was derzeit kaum beachtet wird, ist die positiv verlaufende Quartalsberichterstattung.

    So haben in den USA und Europa mehr Unternehmen die Gewinn-Erwartungen für das 2. Quartal übertroffen als im langjährigen Durchschnitt.

    Das Wirtschafts-Wachstum ist intakt und Manager sowie Verbraucher blicken optimistisch nach vorne.

    Wie ich Ihnen schon mehrfach geschrieben habe, kommt ein weiteres positives Element hinzu:

    Dabei geht es darum, dass die Zins-Erhöhungen durch die US-Notenbank nur im homöopathischen Bereich stattfinden.

    Damit gibt es auch weiterhin keine renditeträchtige Alternative zur Geldanlage in Aktien bzw. Optionen.

    Rally kann jeden Tag starten

    Im Konflikt zwischen den USA und Nord-Korea rudern derzeit beide Seiten zurück. Die guten Konjunktur- und Wirtschaftsdaten rücken damit stärker in den Fokus der Anleger.

    Gleichzeitig notieren die US-Aktienindizes Dow Jones und S&P 500 nur gut 2% unter ihren jeweiligen Allzeithochs. Ein paar gute Tage und sie verschieben ihre Rekord-Notierungen nach oben.

    Das kann der Startschuss sein, dass die Märkte nach oben ausbrechen. Dieser Startschuss kann jeden Tag fallen. Mit Calls profitieren Sie dann gehebelt.

    Optionen-Profi: Wir haben geordert

    Letzte Woche habe ich Ihnen geschrieben, dass ich „5 Top-Gewinn-Chancen“ auf meiner Watchlist habe, diese sind:

    1. Zalando
    2. Electronic Arts
    3. Lufthansa
    4. Teva Pharmaceuticals Industries
    5. Pro ProSiebenSat.1 Media SE.

    Wir angekündigt, haben wir letzte Woche Calls auf Zalando Teva Pharmaceuticals Industries geordert.

    Zalando und Teva: Auch in dieser Woche klare Kaufempfehlungen

    Die Leser, die gekauft haben, haben sehr gute Gewinn-Chancen.

    Ich empfehle auch noch für diese Woche den Kauf beider Calls. Denn dieses sind Aktien, die trotz zäher Märkte deutliche Kursbewegungen erwarten lassen.

    Chancen-Depot: Mehr Dynamik, mehr Trades, mehr Gewinn-Chancen

    Dem Markt fehlt die Dynamik. Aber in Einzelwerten gibt es immer wieder deutliche Kursbewegungen.

    Die nutzen wir im Optionen-Profi für schnelle Trades, so wie den Trade auf Zalando, den wir vor wenigen Tagen mit dem bereits erwähnten Gewinn von 43,7% beendet haben.

    Ich empfehle für diese Trades Optionen mit vergleichsweise kurzer Laufzeit (Januar 2018 – März 2018).

    Wir erhöhen damit die Schlagzahl der Trades. Das beutet: Mehr Dynamik, mehr Trades, mehr Gewinn-Chancen.

    Zum guten Schluss: Am 21.08.1567, also heute vor 450 Jahren, kam Franz von Sales, der Mystiker, Ordensgründer, Schriftsteller und Bischof von Genf, zur Welt.

    Er schrieb: „Nichts ähnelt einem Weisen mehr als ein Narr, der den Mund hält.“

    Also denn: Ich beende den heutigen Kommentar und halte meinen Mund. Sie können entscheiden, ob ich ein Narr oder ein Weiser bin.

    © Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet

  • 17.08.2017 09:00

    DAX: Verhaltene Stimmung spricht für weiter steigende Kurse

    In den Medien hören und sehen Sie überwiegend Krisen-Gerede und Berichte über eine verhaltene Stimmung der Anleger. – „Prima so!“, sage ich.

    Meine Begründung für diese auf den 1. Blick vielleicht widersprüchliche Bewertung ist ganz einfach:

    Schlechte Stimmung = Gute Prognose

    Negative Meldungen und Aussagen können Sie auf die falsche Fährte leiten.

    Denn „schlechte Stimmung“ ist kein negativer Indikator für die kommende Marktentwicklung und bedeutet nicht, dass die Aktienkurse voraussichtlich fallen werden.

    Ich bewerte das genau gegenteilig:

    Eine schlechte oder verhaltene Stimmung der Anleger bewerte ich positiv für die weitere Entwicklung der Aktienkurse.

    Gute Stimmung = Schlechte Prognose

    Umgekehrt bewerte ich eine (zu) gute Stimmung als Warnzeichen für die Märkte. Und wenn die Stimmung gar überschäumt und euphorisch ist, ist das ein klares Verkaufs-Signal.

    DAX 30: Schlechte Stimmung spricht für steigende Märkte

    Aus den o. g. Gründen empfehle ich Ihnen: Sehen Sie die Aussagen der Medien als Kontra-Indikatoren an, denn …

    … wenn sich ein Anleger öffentlich kritisch zur erwarteten Markt-Entwicklung äußert, ist er nicht mehr investiert.

    Er würde nie von schlechter Stimmung sprechen, wenn er noch verkaufen wollte.

    Er verschlechterte ja seinen möglichen Verkaufskurs, wenn aufgrund seiner Äußerung ein Verkaufsdruck ausgelöst bzw. verstärkt würde.

    Aus diesem Grund ist der Pessimist, der sich öffentlich äußert, nicht mehr oder nur begrenzt investiert und er scheidet als Verkäufer von Papieren aus.

    Dieser Anleger kann folglich keinen Verkaufsdruck mehr ausüben – ein positives Zeichen für die Märkte.

    DAX 30: Zu gute Stimmung spricht für fallende Märkte

    Umgekehrt wird kein potenzieller Käufer von Aktien deren Kurs-Entwicklung optimistisch darstellen, wenn er noch kaufen will.

    Er würde ja deren Kurs vor seinem geplanten Einstieg hochtreiben. Also ist der Optimist, der sich öffentlich äußert, voll investiert und scheidet als Käufer von Papieren aus.

    Er kann keine Nachfrage mehr erzeugen. Eine zu gute Anleger-Stimmung ist entsprechend ein kritisches Zeichen.

    Derzeit verhaltene Stimmung spricht für weiter steigende Kurse

    Die Mehrzahl der aktuellen Stimmen ist kritisch. Wenn die Mehrheit der Anleger meint, die Kurse werden fallen, sind diese nicht (hoch) investiert.

    Sie üben keinen Druck auf die Kurse aus, weil sie keine Verkaufs-Orders in den Markt legen – im Gegenteil: Sie stehen als potenzielle Käufer bereit.

    Die derzeit zurückhaltende Stimmung der Anleger ist also ein gutes Zeichen für weiter steigende Aktienkurse.

  • 16.08.2017 09:00

    Gold ist zur Depot-Absicherung nicht geeignet

    US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un schaukeln die Spannungen zwischen den beiden Nationen immer höher.

    Derzeit erleben wir zwar einen Schritt zurück; beide rüsten verbal etwas ab.

    Doch es bleibt uns nur zu hoffen, dass es danach nicht wieder 2 Schritte vor (in Richtung Spannungen) geht.

    Für die Bürger in den ggf. vom Krieg betroffenen Ländern ist diese Entwicklung existenziell.

    Aber ein Krieg – im Extremfall ein Nuklearkrieg – hätte auch weit darüber hinaus, letztlich weltweit, dramatische Auswirkungen.

    Eine davon betrifft die Börse:

    Crash bei Krieg

    Für den Kriegsfall zwischen Nordkorea und den USA wird uns vielfach ein Börsencrash prognostiziert.

    In diesem Zusammenhang wird Ihnen oft empfohlen, dass Sie Ihr Depot mit Papieren auf Gold (z. B. Zertifikate, ETFs, usw.) gegen einen Crash absichern sollten und können.

    Dem ist aber nicht so – ein Irrglaube! Das ist ggf. eine falsche Sicherheit, die Ihnen da vorgegaukelt wird.

    Mehr dazu erfahren Sie gleich, aber erst einmal zum Gold in physischer Form (Barren und Münzen):

    Gold ist zur Diversifikation bestens geeignet

    Ich empfehle Ihnen bei vorhandenem Vermögen, dass Sie einen Teil dessen in physisches Gold (Goldmünzen zur Anlage oder Barren) investieren.

    Dies ist also kein Plädoyer gegen Gold, ganz im Gegenteil!

    Nur: Wer Ihnen mit Goldpapieren (Zertifikate, ETFs, etc.) im Depot eine Sicherheit gegen einen Crash der Aktienmärkte verspricht, der täuscht sich und ggf. Sie.

    Denn diese Sicherheit bietet Ihnen Gold nicht.

    Gold eignet sich nicht zur Depot-Absicherung

    Das sehen Sie bei einem kurzen Rückblick auf den letzten „richtigen“ Crash der Aktienmärkte:

    Im Crash der Jahre 2007 und 2008 fiel der DAX von über 8.000 auf unter 4.000 Punkte. Der DAX 30 verlor also mehr als 50%. Gleichzeitig verlor der Goldpreis rund 30%.

    Eine Absicherung, also ein Gegengewicht zu dem Crash im DAX 30, hatten Sie nicht – im Gegenteil: Mit „Gold-Papieren“ hätten Sie zusätzlich verloren.

    Gold bietet Ihnen keine Sicherheit gegen einen Crash

    Mit dem Fonds auf Gold, dem SPDR Gold Shares, können Sie hervorragend traden. So ist dieser Fonds z. B. auch für Trades mit Optionen bestens geeignet.

    Und Sie können Gold zur Diversifikation Ihres Vermögens nutzen; dann aber bitte nur physisch in Anlage-Münzen oder Goldbarren!

    Aber: Gold-„Papiere“ bieten Ihnen keine Sicherheit gegen einen Crash der Aktienmärkte!

    Der Grund ist ganz einfach: Viele Anleger benötigen bei einem Crash dringend Bargeld bzw. Cash im Depot.

    Im Crash wird deshalb oft alles verkauft, was sich zu Geld machen lässt, eben auch Gold.

    Und dieses führt zu einem erhöhten Verkaufs-Angebot, welches wiederum den Goldpreis drückt. Eine tragfähige Depot-Absicherung durch Gold ist nicht gegeben.

  • 15.08.2017 08:49

    Der DAX dreht diese Woche nach oben

    Wenn Sie den DAX 30 für sich betrachten, entscheidet sich in dieser Woche, ob es wieder aufwärts dreht oder ob der Trend doch weiter abwärts läuft.

    Richtig ist, dass eine charttechnische Entscheidung fällt. Für die bin ich optimistisch, wie Sie auch am Titel des Kommentars sehen.

    US-Aktienindizes ziehen den DAX hoch

    Es sieht gut aus, dass der DAX 30 seine Schwäche-Phase in dieser Woche beendet und wieder aufwärts dreht.

    Denn dafür stehen die US-Aktienindizes Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq; die notieren alle auf oder nah am Allzeithoch. Und der DAX 30 wird ihnen folgen – wie immer.

    DAX sieht kritisch aus

    DAX-Index_2017_08_15

    Auf Basis seiner Wochenschlusskurse (hier im Chart) sieht der DAX kritisch aus.

    Seit seinem Allzeithoch – in dieser Chart-Einstellung am 02.06.2017 – läuft der DAX 30 abwärts. Er hat seitdem von 12.832 auf 12.014 Punkte (entsprechend 6,4%) verloren.

    Jetzt trifft er auf seine Linie der gleitenden Durchschnittskurse der letzten 200 Tage (GD-200); das habe ich gelb markiert. Die Erläuterung der GD-200 sehen Sie ein paar Zeilen tiefer.

    Wenn der kurzfristige Abwärtstrend die GD-200 von oben nach unten durchschneidet, ist das ein Verkaufs-Signal, das auf weitere Kursverluste hinweist.

    Das Risiko ist bei alleiniger Betrachtung des DAX 30 gegeben.

    Gleitende Durchschnittskurse der letzten 200 Tage (GD-200)

    Für die Linie der Gleitenden Durchschnittskurse der letzten 200 Tage (GD-200) addieren Sie die Kurse der jeweils letzten 200 Tage und dividieren die Summe durch 200.

    Dadurch ergibt sich für jeden Tag ein Mittelkurs. Dieser wird in den Chart eingetragen und fortgeschrieben.

    Durch Verbindung der einzelnen Durchschnittskurse erhalten Sie die Linie der Gleitenden Durchschnittskurse der letzten 200 Tage (GD-200).

    Bewertung der GD-200

    Liegt der aktuelle Kurs (hier der Kurs des DAX) über der GD-200, ist der Aufwärtstrend intakt. Liegt der aktuelle Kurs nachhaltig unter der GD-200, ist das ein Zeichen für Marktschwäche.

    Das alleine ist nicht ausschlaggebend, aber ein wertvoller Hinweis auf Stärke oder Schwäche des Indizes.

    Die GD-200 ist noch aufwärts gerichtet. Das spricht für die Wiederaufnahme der Aufwärts-Bewegung. Wichtiger aber ist:

    US-Aktienindizes ziehen den DAX hoch

    Der DAX 30 ist angezählt; stimmt – aber: Er folgt immer den US-Aktienindizes!

    Die wiederum notieren im Bereich ihrer Allzeithochs. Und deshalb bin ich überzeugt, dass die Weiche des DAX, der jetzt auf seine GD-200 trifft, in Richtung Aufwärtstrend gestellt wird.

    Zum guten Schluss: Heute vor 277 Jahren, also am 15.08.1740, kam der deutsche Dichter Matthias Claudius zur Welt.

    Er sagte kurz und treffend: „Die Wahrheit richtet sich nicht nach uns, wir müssen uns nach ihr richten.“

    Nach Austausch eines Wortes haben wir diese perfekte kleine Börsen-Weisheit: „Die Börse richtet sich nicht nach uns, wir müssen uns nach ihr richten.“

    Was die Börsen uns sagen, versuche ich hier zu interpretieren. In der Hoffnung, dass es gelingt, sende ich nette Grüße!

    © Rainer Heißmann – Weiterverbreitung nur mit Link auf den Originaltext gestattet